Selbstgekochter Brei – pragmatisch statt perfekt

Lange Zeit gab es bei uns Brei aus dem Gläschen. Das war praktisch, schnell und im Alltag oft die einfachste Lösung.

Irgendwann wollte ich jedoch etwas mehr Abwechslung und selbst entscheiden, was genau im Brei landet. Unser Essen einfach zu pürieren war für mich keine gute Alternative: oft zu grob, zu stark gewürzt oder nicht ausgewogen genug.

Also habe ich angefangen, Brei selbst zu kochen – und war ehrlich überrascht, wie unkompliziert es ist. Natürlich dauert es länger als ein Gläschen aufzuwärmen. Aber mit ein paar einfachen Grundsätzen ist es gut machbar. Hier sind meine drei wichtigsten Punkte:

Dämpfen, pürieren, fertig

Anfangs dachte ich, ich müsste alles „normal“ kochen: Nudeln im Topf, Gemüse und Fleisch in der Pfanne, alles getrennt zubereiten.

In Wirklichkeit geht es viel einfacher. Ich gare die Zutaten gemeinsam im Dampfgarer. Alternativ funktioniert auch ein einfacher Dämpfeinsatz im Topf. Zutaten mit kürzerer Garzeit kommen etwas später dazu. Getreide oder Pseudogetreide koche ich in der Garflüssigkeit. Anschließend alles pürieren. Bei Bedarf Flüssigkeit dazugeben. Fertig.

Mehr braucht es nicht. Am aufwendigsten ist tatsächlich das Reinigen von Garbehälter und Mixer.

½ Gemüse, ¼ Kohlenhydrate, ¼ Eiweiß – plus Öl

Im Internet gibt es unzählige Brei-Rezepte. Mir persönlich ist das zu aufwendig. Statt nach Rezept koche ich nach einer einfachen Orientierung:
– ½ Gemüse
– ¼ Kohlenhydratquelle
– ¼ Eiweißquelle
– plus 1–2 Teelöffel Öl

Zum Beispiel: Fenchel, Süßkartoffel und Huhn mit etwas Olivenöl. Oder Karotte, Quinoa und Lachs mit etwas Rapsöl. Ich wiege grob ab. Wenn das Verhältnis ungefähr passt, reicht das.

Was genau es wird, entscheide ich meist spontan, idealerweise mit etwas Abwechslung. Und im Zweifel gibt es einfach das, was da ist.

Das nimmt Druck raus und spart Zeit.

Einmal kochen, mehrere Portionen vorbereiten

Ich koche nie nur eine Mahlzeit. Pro Kochvorgang entstehen mehrere Portionen. Ein Teil kommt in den Kühlschrank, der Rest wird eingefroren. So habe ich immer etwas vorbereitet und muss nicht täglich frisch kochen.

An stressigen Tagen bin ich einfach dankbar für vorbereitete Portionen im Gefrierfach. Und natürlich stehen für den Notfall auch noch Gläschen im Vorratsschrank.